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HALTUNGSBERICHTE

Centruroides balsasensis
Centruroides elegans
Centruroides meisei
Centruroides nigrescens
Centruroides nitidus
Hottentotta hottentotta
Rhopalurus junceus
Parabuthus transvaalicus
Tityus stigmurus
Uroplectes carinatus

Hottentotta hottentotta (Lourenço &Ythier, 2006/Fabricius, 1787)

Familie: Buthidae
Trivialname: /
Verbreitung: Kapverden, Benin, Burkina Faso, Chad, Cameroon, Cote d’Ivoir, Kongo, Gambia, Guinea-Bissau, Guinea, Niger, Mali; Nigeria, Senegal, Sierra Leone, Togo, Zentralafrika

Allgemeines:
Hottentotta hottentotta wurde 1787 erstmals beschrieben. 2006 wurde Hottentotta caboverdensis von Eric Ythier auf den Kapverden beschrieben. Nach der Hottentotta Revision 2007 von František Kovařík wurde der Artstatus von Hottentotta caboverdensis mit Hottentotta hottentotta synonymisiert.
Hottentotta hottentotta erreicht eine Lebenserwartung von 4+ Jahren nach der Adulthäutung.

Aussehen:
Diese Skorpionart ist im Adultstadium grau - braun gefärbt. Hottentotta hottentotta Jungtiere hingegen sind orange – gräulich gefärbt und machen eine ziemlich grosse Farbveränderung durch. Die Chelae und das letzte Metasomasegment inkl. des Telsons sind schwarz.

hottentotta hottentotta
0.1 subadult

Geschlechtsbestimmung:
Da sich Hottentotta hottentotta parthenogenetisch fortpflanzt, fällt eine Geschlechtsbestimmung weg.

Haltung:
Diese Tiere werden semihumid gehalten und einmal pro Woche kann das gesamte Terrarium befeuchtet werden. Eine Wasserschale ist nicht notwendig, kann aber durchaus ins Terrarium passen. Für zwei adulte Tiere reicht ein Terrarium mit der Grösse 20*20cm.
Als Verstecke können Steine oder Rinden im Terrarium platziert werden.

Verhalten:
Adulte Tiere dieser Art können ohne Probleme in grossen Gruppen gehalten werden. Bei den Jungtieren ist dies problematisch, da sie sich bei der Häutung häufig auffressen. Hottentotta hottentotta ist weder nervös, noch aggressiv. Eine Ausnahme machen Weibchen mit Jungen auf dem Rücken. Diese können extrem aggressiv auf Störungen reagieren.
Diese Skorpione sind relativ aktiv und man kann sie häufig in der Nacht beobachten. Die trächtigen Weibchen sieht man am Tag sehr häufig, wenn sie sich an der Lampe sonnen.

Giftigkeit:
Über die Giftigkeit von Hottentotta hottentotta ist nicht viel bekannt. Es könnte aber sehr potent sein. Auf jeden Fall ist grosse Vorsicht angesagt, wenn man mit diesen Tieren hantiert.

Zucht und Aufzucht:
Die Selbstbefruchtung findet meistens relativ früh statt. Nach einer Tragzeit von 5-7 Monaten werfen die Weibchen 30 – 40 Jungtiere:

hottentotta hottentotta
Weibchen mit 30 Jungtieren

Bereits nach drei Tagen häuten sich die Skorplinge ins 2.instar:

hottentotta hottentotta

Die 2.instar Skorplinge sind schon relativ gross. Eine Woche nach der Häutung beginnen die Kleinen zu fressen. Sie nehmen kleine Heimchen oder Grillen problemlos an.

Die Haltung der Jungtiere ist die gleiche wie bei den adulten Tieren.
Wenn die Temperatur 30-31°C beträgt, wachsen die Jungen sehr schnell und eine Häutung pro Monat ist möglich. Nach sieben Häutungen sind diese Skorpione adult.
Gruppenaufzucht ist bei dieser Art problematisch, da es zu Kannibalismus kommen kann.

Quellen: